Jüdische Gemeinde ehrt erstmals zwei Muslime


Hamed Abdel-Samad, Bild: bb
Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Erstmals bekommen zwei Muslime die Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf: Hamed Abdel-Samad und der Ahmad Mansour wurden für ihr Engagement gegen Antisemitismus ausgezeichnet.

evangelisch.de

Zwei arabischstämmige Autoren sind am Donnerstagabend mit der Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf ausgezeichnet worden. Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad und der palästinensisch-israelische Psychologe Ahmad Mansour wurden für ihr jahrelanges Engagement gegen Antisemitismus geehrt. Der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Oded Horowitz, sagte in der vollbesetzten Düsseldorfer Synagoge, es sei das erste Mal in der langjährigen Geschichte der Josef-Neuberger-Medaille, dass Muslime für ihren Kampf gegen den Antisemitismus geehrt würden.

Antisemitische Vorurteile abbauen

Der in Israel aufgewachsene Mansour habe sich als Jugendlicher noch in islamistischen Kreisen bewegt, erklärte der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, in seiner Laudatio. Heute setze sich der 39-Jährige, der in Tel Aviv und in Berlin Psychologie studiert habe, in seinen Büchern und mit verschiedenen Projekten in der Bundeshauptstadt dafür ein, dass jugendliche Muslime ihre antisemitischen Vorurteile hinterfragen und abbauen, lobte der SPD-Politiker.

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