Kirche entschuldigt sich bei Missbrauchsopfer von Bischof Bell


George Kennedy Allen Bell by Howard Coster, 1935 – NPG x2397 – © National Portrait Gallery, London

Die anglikanische Kirche von England hat sich förmlich bei einem Missbrauchsopfer von Bischof George Bell (1883-1958), einem im In- und Ausland hoch angesehenen Kirchenmann, entschuldigt.

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In einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung äußerte der Bischof von Chichester, Martin Warner, tiefe Trauer über die Vorfälle aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Missbrauch von Kindern sei ein kriminelle Handlung und ein verheerender Vertrauensbruch, der in keiner Situation passieren dürfte, „erst recht nicht in der Kirche“, schreibt Bischof Warner.

Bell, der zu den führenden Personen der ökumenischen Bewegung im 20. Jahrhundert gehört, war von 1929 bis 1958 Bischof von Chichester. Der anglikanische Geistliche unterhielt im Zweiten Weltkrieg enge Kontakte zum deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Auch setzte er sich für die Rettung von Juden und Mitgliedern der Bekennenden Kirche ein. Bell war als Gegner der alliierten Bombardierung deutscher Städte bekannt und trat nach 1945 für die Versöhnung mit Deutschland ein.

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