Ein Brandbrief aus dem Osten Deutschlands


Ehemalige DDR-Oppositionelle stellen sich hinter Merkel und die Politik der offenen Grenzen

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Es kommt immer auf die Perspektive an. Während die einen die Schleuser kriminalisieren, sehen andere in ihnen Fluchthelfer. Ist Bundeskanzlerin Merkel zuletzt unter Druck aus ihrer Partei geraten – und vor allem aus Bayern, wo Seehofer in der Gunst nicht der Unionswähler, sondern der AfD-Anhänger ganz oben steht -, so haben sich nun 47 ehemalige Bürgerrechtler aus der DDR in einem Offenen Brief hinter sie gestellt. Damit kommen auch einmal wieder andere Stimmen aus Ostdeutschland in die Öffentlichkeit, die bislang von Pegida, AfD und Rechten übertönt wurden.

Die Bürgerrechtler oder DDR-Oppositionellen schreiben auf dem Hintergrund ihrer Erfahrung mit der DDR: „Wir unterstützen Ihre Politik der offenen Grenzen. Wir unterstützen Ihre Flüchtlingspolitik und Ihren Einsatz um der Menschen willen. Mit größtem Respekt sehen wir Ihre feste Haltung zur Aufnahme asylsuchender Flüchtlinge bei uns in Deutschland.“

Diejenigen, die hinter Zäunen eingeschlossen und vom Schießbefehl bedroht wurden, sehen die neue Gier nach Stacheldrahtzäunen durchaus als Wiederkehr, auch wenn damit nun Flüchtlinge von der Einreise abgehalten werden sollen, nicht von der Ausreise:

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