Scholz lobt den Staatsvertrag – keine Chance für missionarischen Atheismus


Olaf Scholz in der „Wahlarena“ zur Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 Frank Schwichtenberg

Alle auf dem Podium waren sich einig: Die Verträge waren richtig. Die Abkommen mit den Religionsgemeinschaften hätten erhebliche Strahlkraft, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag bei einer Diskussion an der Hamburger Universität mit Vertretern aller Religionsgemeinschaften, mit denen der Senat Verträge geschlossen hatte. 

Von Daniel Kaiser|NDR.de

Strahlkraft hätten die Verträge auch für die geflüchteten Menschen aus dem Nahen Osten. „Sie kommen auch wegen unserer religiösen Toleranz zu uns. Und mit den Verträgen sind wir gut vorbereitet“, sagte Scholz. „Man kann ohne Übertreibung festhalten, dass der Hamburger Weg auch einen Beitrag zur Institutionalisierung des Islam in Deutschland leistet.“

Pionierarbeit in Hamburg

Als erstes Bundesland hatte Hamburg 2012 einen Vertrag mit den muslimischen und alevitischen Verbänden geschlossen. „Wir sind froh, dass wir als Muslime dabei Pionierarbeit geleistet haben“, sagte Mustafa Yoldas von der Schura, dem Rat der islamischen Gemeinschaften. Er nannte Hamburg die „Hauptstadt des interreligiösen Dialogs“. Die Verträge seien eben nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Gespräche und der Beweis des gewachsenen Vertrauens zwischen Politik und Religionsgemeinschaften.

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