Warum Muslime auch in Essen Sklavinnen versteigern


Foto: Stefan Laurin Eine Kunstaktion mit ernstem Hintergund: In Essen werden Sklavinnen versteigert
Am Freitag protestierte die Gruppe 12thMemoRise mit einer Kunstaktion gegen den Islamischen Staat. In der Essener Fußgängerzone führte sie eine Versteigerung von Sklaven durch. Was soll das?

Von Stefan Laurin|DIE WELT

Die Männer tragen schwarze Kaftane und ihre Gesichter sind durch Tücher verhüllt. Sie haben ein Spalier gebildet, dumpf schlagen die Trommeln. Ihnen gegenüber stehen ein halbes Dutzend Frauen. Sie sind gefesselt und tragen Burka. Um die Hälse von zweien hängen große Holzkreuze. Die Passanten, die an diesem sonnigen Freitagnachmittag vom Hauptbahnhof über den Willy-Brandt-Platz in die Essener Innenstadt streben, bleiben verwundert stehen.

Nach einiger Zeit nähern sich die Männer einer von Orientteppichen bedeckten Bühne, auf die nun Frauen geführt werden. Ein junger Mann im weißen Kaftan erklärt den verdutzten Besuchern was nun folgen wird: Die Frauen würden versteigert, sie seien die Beute des Islamischen Staates. Jung und kräftig wären sie und würden sich gut für die Hausarbeit eignen.

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