Amnesty-Medienpreis für israelischen Journalisten Uri Avnery


Uri Avnery (2006), Bild: wikimedia.org/PD

Der israelische Journalist Uri Avnery hat den Marler Medienpreis Menschenrechte erhalten. Der Autor, Friedensaktivist und frühere Politiker sei „eine wichtige Stimme in einer Zeit geistiger Vereinfachung und Verflachung“, hieß es am Samstag bei der Verleihung in Marl.

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Avnery, der in Deutschland geboren wurde und vor der Nazidiktatur floh, mische sich auch heute noch in die deutsche Öffentlichkeit ein. Er bekam die undotierte Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in der Kategorie Ehrenpreis.

Amnesty vergab außerdem Preise in sechs weiteren Kategorien. Erstmals wurde eine Sportsendung ausgezeichnet: In der Kategorie Magazin/Inland wählte die Jury den Beitrag „FC Lampedusa, Fußballmärchen von der Elbe“ (Sky Sport News). Er zeige, wie durch Mannschaftssport eine Quelle der Hoffnung, der Kraft und der Gemeinschaft gebildet werden könne, hieß es zur Begründung. Die ZDF-Kabarettsendung „Die Anstalt“ bekam für ihren Beitrag „Der syrische Flüchtlingschor“ einen Sonderpreis.

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