Akif Pirinçci: Deutschlands nützlicher Idiot


Szene aus dem ZDF Mittagsmagazin vom 2.4.14 mit Akif Pirinçci
Pirinçci ist wie der Mustersklave Stephen aus Quentin Tarantinos „Django Unchained“. Als nützlicher Idiot spricht er jene kruden Gedanken aus, die viele denken aber sich zu fein sind, sie selbst zu äußern.

Von Lalon Sander|MiGAZIN

Die deutsche Rechte hat einen neuen, ungewöhnlichen Star, Akif Pirinçci, ein eingebürgerter türkischer Einwanderer und Autor von „Sachbüchern“, die so hasserfüllte wie skurrile Titel wie „Die große Verschwulung“ oder „Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ haben. Bisher hatten konservative Medien wenige Probleme damit, Pirinçcis Sexismus, Homophobie und Rassismus mit Verweis auf seine Herkunft zu entpolitisieren. Wenn selbst ein Einwanderer so etwas über Einwanderer und Muslime sagt, muss wohl etwas dran sein.

Das scheint sich nun zu ändern, denn Pirinçci hat etwas getan, das selbst für manche Konservative die letzten Grenzen überschreitet. Vor 20.000 versammelten „besorgten Bürgern“ sprach er von Asylsuchenden als „flüchtende Schlampen“ und warnte davor, dass Deutschland zu einer „Moslemmüllhalde“ werde und unterstellte, dass die Mächtigen in Deutschland die Islamophoben („das eigene Volk“!) des Landes gerne in Konzentrationslager stecken würden. Die Rede ging offenbar sogar den weißen Demoanführern zu weit, weshalb sie Pirinçci von der Bühne komplimentierten – um danach die eigenen hasserfüllten Reden zu halten.

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