Die große Hilflosigkeit: Homosexualität und Glorifizierung der Ehe


Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Wer auf eine Revolution im Vatikan in Sachen Homosexualität gehofft hatte, wird bitter enttäuscht. Das Abschlussdokument der Synode intensiviert seine Glorifizierung der traditionellen Ehe. Schwulenfreundlich möchte man sich zeigen, indem man katholischen Familien, die unter einem schwulen Familienmitglied leiden, Hilfe anbietet. Das lässt Schlimmstes befürchten.

Von David Berger|TELEPOLIS

Drei Wochen hat die Familiensynode in Rom getagt und herausgekommen ist ein Dokument mit 94 Abschnitten, die versuchen das gegenwärtige katholische Denken zum Themenfeld Familie, Ehe und Sexualität wiederzugeben. Gestern haben es die 270 Synodenväter verabschiedet.

Für all jene, die auf eine Öffnung der Kirche in den neuralgischen Punkten gehofft hatten, ist das Ergebnis eine große Enttäuschung. In Sachen Zweitehe, künstliche Empfängnisverhütung, Sex vor der Ehe, Onanie und Homosexualität bleibt die Kirche bei ihrer bisherigen Doktrin.

Lediglich eine Aufwertung der traditionellen Ehe und Familie haben die Konservativen erreicht. Während bislang der zölibatäre Stand des Priesters über dem der Eheleute stand, spricht die Synode jetzt auch von einer Berufung zur Ehe und stellt damit die Ehe zwischen Mann und Frau auf eine Stufe mit dem Priestertum. Ein Gedanke, der den ersten 1700 Jahren der katholischen Kirche völlig fremd war.

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