Jüdische Gemeinde ehrt Islamhasser und wirbt für Religionsvielfalt


Der jüdische Stern © Cha già José @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat mit der Auszeichnung des als Islamfeind bekannten Schriftstellers Abdel-Samad für Verwirrung gesorgt. Auf derselben Veranstaltung warb die Gemeinde für ein neues jüdisches Gymnasium, auf das Schüler verschiedenen Glaubens gehen sollen.

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Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf wird im kommenden Jahr ein eigenes Gymnasium eröffnen. Der Vorstandsvorsitzende der drittgrößten jüdischen Gemeinde in Deutschland, Oded Horowitz, sagte, das Gymnasium werde nach jahrelangen Gesprächen mit der Stadt nun zum Schuljahresbeginn am 24. August 2016 starten. Die Schule soll vierzügig sein und im Endausbau 750 Schüler haben. Nach Horowitz‘ Worten werden rund 40 Prozent der Schüler jüdischen Glaubens sein.

Er denke, dass der neben der jüdischen Ausrichtung vorgesehene naturwissenschaftliche Schwerpunkt des Gymnasiums auch ausreichend interessierte Schüler und Eltern anderer Religionen anspreche, sagte Horowitz bei der Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille in Düsseldorf. Wenn Schüler verschiedenen Glaubens an einer Schule seien, werde das zudem das gegenseitige Verständnis fördern und Vorurteile abbauen.

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