Mehr Spielräume, aber keine Reformen


Uwe-Karsten Plisch: „Je kleiner das Ergebnis, desto größer war vermutlich die Kontroverse.“ Vier Bischöfe auf dem Weg zur Familiensynode im Vatikan. (dpa / picture alliance / Fabio Frustaci / Eidon)
Lange saßen die Bischöfe in Rom zusammen, die Ergebnisse werden von vielen als dürftig empfunden. Auch Uwe-Karsten Plisch von der Initiative „Kirche von unten“ kann den Empfehlungen der Familiensynode kaum etwas abgewinnen.

Uwe-Karsten Plisch im Gespräch mit Dieter Kassel|Deutschlandradio Kultur

Die Initiative „Kirche von unten“ ist von den Ergebnissen der Bischofssynode in Rom enttäuscht. Im Deutschlandradio Kultur sagte Uwe-Karsten Plisch von der Initiative, es werde sich wohl wenig ändern. Einzelfallprüfungen für wiederverheiratete Geschiedene erhöhten die Spielräume – diese könnten jederzeit aber auch wieder verengt werden. Die Synode hatte sich unter anderem mit der Frage befasst, wie wiederverheiratete Geschiedene wieder stärker in die christliche Gemeinschaft integriert werden können. Dass die Frage des Umgangs mit Homosexuellen nur am Rande vorgekommen sei, beurteilte Plisch als „nicht überraschend“ und verwies auf einen polnischen Priester, der sich kurz vor der Synode geoutet hatte. Die Synode in Rom hatte sich für eine vorsichtige Öffnung ausgesprochen, ohne aber echte Reformen anzustoßen. Wiederverheiratete Geschiedene dürfen hoffen: So könnte die Zulassung zur Kommunion künftig von Einzelfallprüfungen durch Priester abhängen.

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