Schwarzer will schwärzen – ein Phall für „Emma“


Alice Schwarzer, Bild: youtube Screenshot: bb
Alice Schwarzer, Bild: youtube Screenshot: bb
Bei Enthüllungen über Alice Schwarzer soll das Private doch nicht politisch sein

Von Markus Kompa|TELEPOLIS

BILD-Zeitungs-Kollumnistin Alice Schwarzer, die sich über das Privatleben etwa von einem Ex-Wettermoderator oder einem französischen Staatschef zu verbreiten pflegte, macht nun selbst ihre Persönlichkeitsrechte geltend. So ließ sie den Verlag des Enthüllungsbuchs Tango mit Alice ihrer einstigen Geliebten Waltraud Schade abmahnen, in dem Schade die damalige Beziehung und Details daraus öffentlich machen will. Der Fall ist inzwischen am Landgericht Köln anhängig, der für September geplante Erscheinungstermin wurde auf November verschoben. Bereits bei ihrer Steueraffäre hatte Journalistin Schwarzer auf ihre Privatsphäre gepocht.

Grundsätzlich sind Intim- und Privatsphäre vom Persönlichkeitsrecht stark geschützt. Dies umfasst auch geheim gehaltene Beziehungen von Deutschlands prominentester Emanze zu Partnerinnen und Partnern. Auch diese sind nicht ohne Weiteres berechtigt, Details etwa aus dem gemeinsamen Intimleben öffentlich zu machen, sofern der andere Partner nicht eingewilligt oder sich insoweit der Öffentlichkeit gegenüber geöffnet hat. Eine solche Selbstöffnung wäre etwa bei Homestorys oder Memoiren der Fall.

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