Verschleiert? „Dat ham wer jetzt häufiger“


Kenza Drider, snapshot brightsblog, Themenbild
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In Köln-Ehrenfeld nimmt der Einfluss konservativer Muslime zu. Viele Bürger nehmen die Veränderungen kaum wahr – bis plötzlich eine Frau mit Ganzkörperschleier neben einem in der Bäckerei steht.

Von Hildegard Stausberg|DIE WELT

Eine Freundin von mir wohnt in Köln-Ehrenfeld. Früher war das eher ein Viertel für Arbeiter und „kleine Leute“. Aber nicht zuletzt durch die attraktive Bausubstanz aus dem späten 19. Jahrhundert, die wie ein Wunder den Krieg überlebte, ist es heute gerade für junge Familien richtig „in“. Außerdem leben in Ehrenfeld seit Jahrzehnten schon viele Türken. Dort steht auch die große Zentralmoschee, deren Bau vor einigen Jahren Schlagzeilen machte.

Diverse Probleme zwischen dem staatlichen türkischen Bauträger Ditib und dem deutschen Architekten Paul Böhm provozierten den Stillstand des bautechnisch längst beendeten Vorhabens. Jetzt steht die Moschee da – eine höchst anspruchsvoll gestaltete Architekturruine – und wartet auf den offiziellen Bauabschluss, die Einweihung und tägliche Nutzung.

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