Moraltheologe: ‚Genderbegriff ist nicht selten ideologisch befrachtet‘


DBK-Flyer Gender. Screenshot bb
DBK-Flyer Gender. Screenshot bb
Prof. Spindelböck erläutert kath.net: „Abkopplung des sozialen vom biologischen Geschlecht hat Konsequenzen für Menschenbild und Deutung der geschlechtlichen Prägung als Frau und Mann, die nicht mit der christlichen Sichtweise vereinbar sind.“

kath.net

Im letzten gehe es beim Gender-Begriff „um eine willkürliche Neudefinition der Geschlechtsidentität, um die Propagierung sexueller Ausrichtungen abseits der Heterosexualität und um die Umformung des Begriffs und der Realität von Ehe und Familie“. Dies erläutert der Moraltheologe Professor Josef Spindelböck. kath.net hatte den ordentlichen Professor für Moraltheologie und Ethik an der Phil.-Theol. Hochschule der Diözese St. Pölten um seine Einschätzung des umstrittenen Flyers „Geschlechtersensibel: Gender katholisch gelesen“ der Deutschen Bischofskonferenz gefragt.

Spindelböck erläuterte gegenüber kath.net wörtlich:

Der Begriff „Gender“ wird in unterschiedlicher Weise verwendet. Viele verstehen darunter einfach eine erhöhte Geschlechtersensibilität und wollen damit die jeweilige Eigenart des Frau- und Mann-Seins zur Geltung bringen und ausdrücken, was ein Anliegen ist, das Christen durchaus teilen.

Nicht selten jedoch ist der Begriff ideologisch befrachtet: „Gender“ würde dann bedeuten, dass der Mensch in seiner geschlechtlichen Identität praktisch unabhängig von biologischen Vorgaben ist. „Gender“ (das soziale Geschlecht) wird damit von „Sex(ualität)“ (dem biologischen Geschlecht) unterschieden, ja abgekoppelt.

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