Polen beteiligt sich an der ungarischen Grenzsicherung


Polnische Flagge // (cc) Lukas Plewnia [CC BY-SA 2.0] / polen-heute.de
Beim Treffen der Visegrad Gruppe in Brüssel haben die Vertreter Polens, Tschechiens, der Slowakei und Ungarns beschlossen, die ungarisch-serbische Grenze gemeinsam zu schützen und damit bis auf wenige kontrollierbare Übergänge zu sperren. Damit setzt die Visegrad-Gruppe neue Zeichen und geht weiter auf Konfrontationskurs zur deutschen Flüchtlingspolitik.

Von Robert Smolka|POLEN HEUTE

Beim Treffen der Vertreter der Visegrad-Gruppe im Vorfeld des EU-Gipfels vom 25.10.2015 wurde beschlossen, die ungarisch-serbische Grenze gemeinsam zu schützen. Nachdem Ungarn seine Grenze zu Serbien bereits Mitte September mit einem Stacheldraht gesichert hat, sollen nun die anderen Mitglieder der Visegrad-Gruppe Ungarn dabei helfen diese zu sichern.

Polen hat sich bereit erklärt, die gemeinsame Grenzsicherung mit 50-60 Grenzschützern und zehn Fahrzeugen zu unterstützen. Tschechen und Slowaken wollen sich ebenfalls mit jeweils 50-100 Soldaten an der Grenzsicherung beteiligen. Die weitgehende Schließung der Grenze hat weitreichende Folgen für die anderen EU-Staaten, die auf der Balkanroute der Flüchtlinge liegen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sieht sein Land seit der Grenzsicherung nur noch als Beobachter in der Flüchtlingskrise.

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