Saudi-Arabien: Todesurteil gegen schiitischen Oppositionellen bestätigt


Nimr Al-Nimr. Bild: Ausschnitt aus einer gefilmten Rede (mit englischen Untertiteln)

Iran reagiert scharf auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall Nimr al-Nimr, die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten in der Region weiter anheizt

Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Nun kann nur mehr König Salman das Urteil aufheben. Der Oberste Gerichtshof in Saudi-Arabien hat in letzter Instanz das Todesurteil gegen den schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr bestätigt.

Das Kreuzigungsurteil gegen seinen Neffen Ali al-Nimr, das im September vom Appellationsgericht und dem Obersten Gerichtshof bestätigt wurde, hat zu internationalen Protesten geführt. Auch die UN hat sich eingeschaltet und forderte einen fairen Prozess.

„Jede Form von Opposition blutig ausgerottet“

Das Urteil gegen den jungen al-Nimr, der während seiner Verhaftung minderjährig war, angeklagt wegen Teilnahme an Demonstrationen und fadenscheiniger Vorwürfe, verurteilt aufgrund von Geständnissen, die laut Amnesty International mit Folter erzwungen wurden, führte der Weltöffentlichkeit erneut in exemplarischer Form vor, „dass im islamischen Staat Saudi-Arabien jede Form von Opposition blutig ausgerottet wird“ (vgl. Saudische Kleriker rufen nach Dschihad gegen Russland).

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