Vor dem Selbstmord: CDU-Abgeordneter schreibt emotionalen Abschiedsbrief


Bild: letzte-hilfe.de
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Es ist ein Thema, das Tausende Familien in Deutschland bewegt. Ein Thema, über das Schwerkranke mit ihren Angehörigen reden. Nicht selten fließen dabei Tränen. Es geht um die Sterbehilfe und den Wunsch vieler alter oder unheilbar kranker Menschen, zu sterben. In Deutschland ist die Sterbehilfe noch verboten. Wer von einem Arzt begleitet in den Tod gehen will, muss in die Schweiz oder nach Belgien reisen.

Von Benjamin Reuter|The Huffington Post

So tat es auch Wolfgang D. Kramer. Kramer fuhr im September in die Schweiz, um dort die Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der Grund: Kramer litt an einer Spinalkanalverengung an den Halswirbeln und wäre nach und nach gelähmt worden.

Das Besondere an dem Fall: Kramer war CDU-Mitglied und hinterlies einen Abschiedsbrief für den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Der Hintergrund: Derzeit debattiert der Bundestag über eine Neuregelung der Sterbehilfe – am Ende könnte sie auch in Deutschland legal werden. Genau dafür plädiert Kramer in seinem emotionalen Abschiedsbrief.

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Die Mitglieder in der CDU, die die Sterbehilfe ablehnen, vergleicht Kramer mit radikalen Islamisten, die universelle Menschenrechte ablehnen. Ein Menschenrecht ist für Kramer auch das Recht, selbstbestimmt zu sterben. Darüber wird es in Deutschland in den kommenden Wochen noch viel Streit geben.

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