Großmufti von Jerusalem strebt Änderungen für Tempelberg an


Mohammed Ahmed Hussein. Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0/Youtube

Der Großmufti von Jerusalem steht mit seinen Äußerungen im Gegensatz zu Bestrebungen, die Gewalt am Tempelberg zu stoppen: Für ihn spielt es keine Rolle, dass sich an der Stelle des Felsendoms der erste und zweite jüdische Tempel befand.

Von Susanne Knaul|evangelisch.de

Der Großmufti von Jerusalem strebt Veränderungen des Status quo für den Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt an. Im Gespräch mit dem epd forderte Scheich Muhammed Ahmad Hussein eine Rückkehr zur Situation vor dem Krieg 1967, „als die Juden noch keinerlei Ansprüche auf unsere heiligen muslimischen Stätten stellten“. Damit widerspricht der islamische Geistliche, dessen Einfluss sich auch auf das palästinensische Westjordanland und Jordanien erstreckt, der israelischen Position. Israel hält an der seit 1967 geltenden Regelung fest, wonach Muslime das Recht zum Gebet auf dem Tempelberg haben, Juden dagegen das Areal um den Felsendom und die Al-Aksa Moschee nur besuchen dürfen.

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