Netanjahu zieht Hitler-Großmufti-Theorie zurück


Screengrab Times of Israel
Screengrab Times of Israel
  • Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat seine Behauptung zum Einfluss des Großmuftis von Jerusalem Amin al-Husseini auf den Holocaust im Jahr 1941 korrigiert.
  • In einem Facebook-Post stellte Netanjahu klar: Die Entscheidung zur „Endlösung“ hätten die Nazis allein getroffen.

Süddeutsche.de

Benjamin Netanjahu hatte mit seinen Aussagen zum Holocaust vor gut einer Woche Empörung ausgelöst: Der palästinensische Großmufti von Jerusalem Amin al-Husseini habe Adolf Hitler 1941 zum Holocaust angestiftet, behauptete Israels Regierungschef in einer Rede. Nun hat Netanjahu einem Bericht der New York Times zufolge seine Behauptung zurückgezogen.

„Die Entscheidung, von einer Politik der Abschiebung von Juden zu einer ‚Endlösung‘ überzugehen, wurde von den Nazis getroffen und war nicht von äußeren Einflüssen abhängig“, erklärte Netanjahu in einem Statement auf Facebook. „Die Nazis sahen den Mufti zwar als Kollaborateur, haben ihn jedoch nicht in die Entscheidung einbezogen, systematisch das europäische Judentum zu vernichten.“

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