Evangelische Kirche: Flüchtlinge bereichern Deutschland


Evangelische Christen haben am Samstag den Reformationstag gefeiert. Mit zahlreichen Gottesdiensten erinnerten sie an den Ursprung ihrer Kirche: Den Thesenanschlag Luthers im Jahr 1517. Im Mittelpunkt der Predigten stand die Flüchtlingskrise.

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Am Reformationstag hat die evangelische Kirche dazu aufgerufen, den Zuzug von Flüchtlingen als Chance zur gesellschaftlichen Erneuerung zu begreifen. Europa brauche „Menschen, die neue Wege zeigen“, sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, in der Thomaskirche im französischen Straßburg. Trotz aller Herausforderungen sollten die Flüchtlinge nicht als Bedrängnis empfunden werden. Sie könnten „durch eine lebensfrohe Kultur“ bereichern, „weil wir manchmal allzu eng geworden sind“.

Käßmann predigte am Samstag im Gottesdienst zur Eröffnung des Themenjahrs „Reformation und die Eine Welt“ im Rahmen der Lutherdekade, das die globale Dimension der Reformation in den Mittelpunkt rückt. Mit der Lutherdekade bereiten Staat und EKD seit 2008 gemeinsam das 500. Reformationsjubiläum 2017 vor. Am Reformationstag feiern Protestanten in aller Welt ihre Ursprünge: Am 31. Oktober 1517 verbreitete Martin Luther seine 95 Thesen gegen kirchliche Missstände.

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