Akif Pirinçcis Pegida-Rede: Eine Geschichte von Fehlern, Exzessen und Scheinheiligkeit


Akif Pirinçci spricht in Dresden bei der Pegida-Demonstration am 19. Oktober 2015 ©DAVIDS
Der Ausschluss des Hetzredners Akif Pirinçci aus dem öffentlichen Diskurs ist kein Verlust. Doch dass seine Aussagen bei Pegida von Medien im falschen Zusammenhang zitiert wurden, ist verheerend.

Von Stefan Niggemeier|Frankfurter Allgemeine

Er hat „Jehova“ gesagt. In „Monty Pythons“ Film „Das Leben des Brian“ genügt das Aussprechen dieses einen Wortes, um von einer besinnungslosen Menge gesteinigt zu werden.

Akif Pirinçci hat „KZ“ gesagt. Und allein mit der Verwendung dieses Wortes, so scheint es, hat er sich um seine Satisfaktionsfähigkeit und seine Existenz gebracht. Händler wollen seine Bücher nicht mehr verkaufen, Verlage haben seine alten Romane aus dem Verkehr gezogen, Mitstreiter distanzieren sich. Er ist nicht mehr der umstrittene Autor, sondern der indiskutable.

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