Enthüllungen im Vatikan: Viel Geld, wenig Skrupel


Bild: tilly
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Neue Enthüllungen bringen den Vatikan in Bedrängnis: Spenden kommen offenbar nicht bei den Armen an, sondern fließen zum Beispiel in die Luxus-Wohnung eines Kardinals. Reformpapst Franziskus steht noch ganz am Anfang.

Von Hans-Jürgen Schlamp|SpON

„Bambino Gesù“ in Rom ist das größte Kinderkrankenhaus in Europa. Es ist „das Krankenhaus des Papstes“, seit es 1924 Papst Pius XI. von der adligen Familie Salviati geschenkt wurde. Dort gelten die „moralischen und ethischen Prinzipien des katholischen Glaubens“. Das nötige Geld dafür kommt vom italienischen Staat und von Spendern aus aller Welt. Ob bei Weihnachtslotterien von Fluglinien oder bei Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen, allerorten wird für das Kinder-Hospital gesammelt.

Doch ein Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die im Auftrag des Papstes die Vatikan-Rechnungsbücher geprüft hat, weckt nun einige Zweifel, ob das Geld immer im Sinne der Spender ausgegeben wird.

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