Sterbehilfe: Das Ringen um den selbstbestimmten Tod


Bild: letzte-hilfe.de
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Am Freitag stimmt der Bundestag in einem ungewöhnlichen Verfahren über vier Gesetzentwürfe zur Sterbehilfe ab. Der Überblick über die verschiedenen Positionen, die Chancen und die Risiken.

SpON

Der Bundestag diskutiert am Freitag die Neuregelung der Sterbehilfe. Monatelang haben Ethiker, Mediziner, Verbände und Abgeordnete über Parteigrenzen hinweg diskutiert, kritisiert und an Entwürfen gefeilt. Nun soll entschieden werden. Allein das ungewöhnliche Abstimmungsverfahren zu gleich vier unterschiedlichen Entwürfen zeigt: Eindeutig ist die Sache nicht. Die Neuregelung der Sterbehilfe ist eines der schwierigsten Gesetzgebungsvorhaben dieser Legislaturperiode.

Es wird voraussichtlich drei Abstimmungsrunden geben, der Fraktionszwang ist dabei aufgehoben. Im ersten Durchgang stehen alle vier Gruppenanträge zur Abstimmung. Sie reichen vom generellen Verbot der Sterbehilfe bis zu einer weitgehenden Straffreiheit. Im zweiten Durchgang wird dann über die beiden Bestplatzierten aus der ersten Runde entschieden. Der Gewinner wird dann erneut zur Abstimmung gestellt – und gilt als angenommen, wenn er mehr Ja- als Nein-Stimmen auf sich vereint. Ist das nicht der Fall, bleibt alles beim Alten: Die bisherige Rechtslage stellt Beihilfe zum Suizid in Deutschland nicht unter Strafe.

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