Syrien: Al Jazeera-Moderator ruft zum Genozid an Alawiten auf


Der Al Jazeera-Moderator Faisal Qasim hat in einer TV-Sendung zum Genozid an den Alawiten in Syrien aufgerufen. Während ein sunnitisch-syrischer Intellektueller ihn unterstützte, kritisierte ein christlich-syrischer Gesprächsteilnehmer den Aufruf und nahm die Alawiten in Schutz.

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Im Rahmen einer Talkrunde zum Syrien-Konflikt auf dem Sender Al Jazeera hat der Moderator Faisal Qasim zum Genozid an den Alawiten in Syrien aufgerufen. Als Gäste waren der christlich-syrische Intellektuelle Abul Messiah al-Shami und sein sunnitisch-syrischer Gesprächspartner Maher Sherifeddine eingeladen.

Qasim nutze im Verlauf der Gesprächsrunde jede Gelegenheit, um zu Massakern an den Alawiten aufzurufen. Diese Aufforderung wurde von Sherifeddine durchgehend unterstützt. Doch der christlich-syrische Vertreter nahm die Alawiten in Schutz und versuchte den Moderator und Sherifeddine davon zu überzeugen, dass der IS das Problem sei, und dass die Alawiten wie auch Christen, Sunniten oder Drusen Opfer des Kriegs seien. Es gebe keine Alternative zum Zusammenleben, so al-Shami.

Doch weder der Al Jazeera-Moderator noch der syrische Intellektuelle wollten auf die besänftigenden Worte hören. Sie beharrten darauf, dass die Alawiten in Syrien den Tod verdienen würden. Diese Ansicht deckt sich mit dem Slogan der Terror-Miliz IS, wonach „Christen nach Beirut und Alawiten ins Grab sollen“.