Kreml geißelt „Charlie Hebdo“-Karikatur


Zeichnungen des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ zum Absturz des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten sorgen in Moskau für scharfe Kritik. Die Cartoons seien eine „schmutzige Verhöhnung“.

DIE WELT

Ein Cartoon der französischen Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ zum Absturz der russischen Maschine in Ägypten mit 224 Toten hat in Moskau große Empörung ausgelöst. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag, die Regierung sehe die Karikatur als Gotteslästerung an. Auf der Zeichnung ist zu sehen, wie Passagiere und Flugzeugteile vom Himmel auf einen bärtigen, bewaffneten Mann fallen – offenbar ein islamischer Extremist.

Der Text zu dem Bild legt nahe, dass die Terrormiliz Islamischer Staat das Flugzeug über der Sinai-Insel am Samstag zum Absturz gebracht haben könnte – und zwar als Vergeltung für das militärische Eingreifen Russlands in Syrien. Tatsächlich hatte ein örtlicher Ableger des IS nach dem Absturz behauptet, die Maschine zum Absturz gebracht zu haben.

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