Zu wenig Bestechung gezahlt: Türkei schießt auf Flüchtlings-Boote


Die Türkei und Jordanien nehmen als einzige Nachbarländer Syriens dessen Flüchtlinge auf. (Foto: Flickr/ Syrian boys by Freedom House CC BY 2.0)
Flüchtlinge erheben schwere Vorwürfe gegen die türkische Küstenwache: Sie soll Boote absichtlich zum Kentern gebracht haben, weil die Schlepper zuwenig oder gar kein Bestechungsgeld gezahlt haben sollen.

Deutsch Türkische Nachrichten

Dutzende Flüchtlinge erheben schwere Vorwürfe gegen die türkische Küstenwache. Bei der Überfahrt nach Griechenland seien ihre Boote von den Sicherheitskräften angegriffen und zum Kentern gebracht worden, sagten mehrere Betroffene dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Grund seien Streitigkeiten mit Schlepperbanden gewesen, die der Küstenwache kein oder nicht genug Bestechungsgeld gezahlt hätten. Zahlreiche Menschen seien deswegen ums Leben gekommen, meldete der „Spiegel“ unter Berufung auf Aussagen dutzender Flüchtlinge in Deutschland und Afghanistan.

„Die Küstenwache bestraft so die Menschenschmuggler und erhöht damit den Preis für die nächste Fuhre“, sagte der Iraker Diar Goran. Sein Boot sei untergegangen, nachdem die Besatzung eines türkischen Patrouillenschiffs am 20. August den Motor beschossen habe. Von 45 Passagieren hätten nur 30 überlebt. Die Küstenwache wollte den Bericht nach Angaben des „Spiegels“ nicht kommentieren.

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