Bildungsstreit: Grüne Jugend will Gymnasium abschaffen


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Die Grüne Jugend pocht auf die langfristige Abschaffung des Gymnasiums und hat wenige Monate vor der Landtagswahl einen Bildungsstreit ausgelöst. Die Grünen als Mutterpartei gingen auf Distanz und erklärten, sie hielten klar an der Schulform fest.

DIE WELT

Der Vorstoß der Jugendorganisation sei wenig zielführend, hieß es. CDU und FDP sehen sich angesichts der Forderung der Grünen Jugend zum Aus für das Gymnasium in ihrer Kritik an der Bildungspolitik von Grün-Rot bestätigt. Die Junge Union forderte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf, für Klarheit zu sorgen.

Die Landessprecherin der Grünen Jugend, Lena Schwelling, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir wollen wirklich eine Schule für alle.» Im Zwei-Säulen-Modell von Grün-Rot mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule werde sich letztere unweigerlich zu Restschule entwickeln, wenn das Gymnasium als Konkurrenz bestehenbleibe, sagte die 23-Jährige anlässlich des Parteitages der Grünen Jugend in Stuttgart (6. bis 8. November). Kretschmann hatte dagegen oft gesagt: «Wer sich am Gymnasium vergreift, überlebt das politisch nicht.»

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