Krieger-Gene gibt es nicht


Armin Eich Die Söhne des Mars Verlag: C.H.Beck, München 2015 ISBN: 9783406682292 22,95 €
Armin Eich
Die Söhne des Mars
Verlag: C.H.Beck, München 2015
ISBN: 9783406682292
22,95 €

Für den englischen Philosophen und Staatstheoretiker Thomas Hobbes (1588-1679), war die Evolution von Anfang an ein „Krieg aller gegen alle“, in dem „der Mensch […] dem Menschen ein Wolf“ sei.

Von Theodor Kissel|Spektrum.de

Diese Ansicht teilt Althistoriker Armin Eich im vorliegenden Buch nicht. Schlachtenschilderungen oder Studien über große Feldherren sucht man in seinem Werk vergebens. Eich, der an der Bergischen Universität Wuppertal lehrt, geht es vielmehr darum, „die Umstände und Dynamik nachzuvollziehen, die im Laufe einiger Jahrtausende den Krieg zu einem den Alltag der Menschen dominierenden Phänomen machten“.

Der Autor geht von der These aus, Krieg wohne der menschlichen Natur nicht etwa genuin inne, sondern sei historisch erst relativ spät als soziales Verhalten entstanden. Vor diesem Hintergrund untersucht er verschiedene Formen menschlicher Gewalt vom Neolithikum bis in die Spätantike (6. Jahrtausend v. Chr. bis 1. Jahrtausend n. Chr.). Dabei unterscheidet er zwischen spontaner Aggressivität in prähistorischen Gesellschaften und geplantem Krieg in den Staaten der klassischen Antike. Letzteren versteht er als organisierte, mit Waffen ausgetragene kollektive Gewaltanwendung zwischen Staaten beziehungsweise zwischen sozialen Gruppen.

weiterlesen

5 Comments

  1. Nachtrag
    Viele der fossilen Vormenschen bis einschließlich dem Homo Erectus vor 1,5 Millionen Jahren hatten Gehirnvolumina von 300 bis max. 600 ccm, wir haben heute 1400 ccm.. Das Gehirn verbraucht im Ruhestand etwa 60 % der vom Kreislauf erzeugbaren Energie.

    Ohne Fleischkonsum ist unser Gehirn dauerhaft nicht nutzbar. Die Kultur der Koeckemoedinger (Küchenhaufen Clan) in Dänemark hatte von 9000 Jahren bei dem schwierig kalten Klima in der ausgehenden Eiszeit einen täglichen Fleisch- und Fischkonsum um 8500 kcal, etwa 3 bis 4 Mal soviel wie ein Schwerarbeiter heute.

    Wenn die den Bedarf nur mit Früchten, Beeren und Pflanzen gedeckt hätten, die hätten ähnlich wie Elefanten 16 h am Tag nur gefressen und Bäuche gehabt wie Hochschwangere. Damit kann man kein Wild erjagen, man wäre im Winter versteckt wärmenden in Erdlöchern verhungert. Die Bibel der Religioten erzählt das genaue Gegenteil, vor Noah waren alle Menschen und Tiere Vegetarier. Das Gegenteil ist einfach durch den Aufbau der Verdauung erkennbar.

    Diese Altvorderen waren Jäger und Fleischfresser, jeder Konflikt um Jagdgebiete endete in „gerechten“ Kriegen – würden die Religioten sagen. Nur kannten die Jäger und Sammler keinen Besitz und den Begriff von Eigentum. Was man fand und brauchen konnte, das nahm mna und es wurde genutzt, war es nicht zu gebrauchen, wurde es entsorgt. Der Begriff der Besitzes entwickeltw sie erst mit festen Siedlungen und dem Ackerbau, also Dingen in die man viel Arbeit investieren musste, bevor sie profitabel zu nutzen waren.

    Gefällt mir

  2. Schon wieder erklärt ein Philosoph und Theologe die DNA mit der Wirkung der Gene. Das Hominide Erbgut enthält etwa 23.000 Gene, 4.000 weniger als Unkraut und 4.000 mehr als Fadenwurmer. In 50.000 Jahren ändern sich 1.800 Gene aktiv für Lebenszeit, Fortpflanzung, Nahrung, Krankheit und Funktion der Nervenzellen. Die Epigenetik überträgt Umwelteinflüsse während der Keimzellenbildung ins Erbgut.Katastrophen und die Klimawechsel beeinflussen die DNA ständig, nichts ist ewig konstant. Gut 1.500 Menschen tragen ein Y-Chromosomen einer unbekannten Homo Art aus Kamerun in sich, das seit 340.000 Jahren vererbt wird.

    Seit der Erfindung des Ackerbaus variiert die humanoide DNA immer schneller, Reize führen zur schnelleren Differenzierung. Papst Johannes Paul II verdammt all-wissend die Evolution: „Es genügt nicht, allein mit der Theorie der Evolution den Ursprung der Menschheit zu erklären“, was niemals ein Teil der Evolutionstheorie war.

    Hominide sowie verwandte Primaten leben seit Mill. Jahre in sozialen Clans mit Strukturen für Reproduktion, Macht, Ethik, Technik, Kultur und Territorium. Vor 500.000 Jahren entsteht durch Veränderungen im Kehlkopf die Fähigkeit Lautfolgen zu bilden, in 400.000 Jahren entwickelt sich Sprache aus einfachster Lautsymbolik. Es folgen Wanderhackbau, Siedlungen, Ackerbau, Eigentum, Grabkult, Zeichensymbolik und Schrift. Die genetischen Unterschiede zwischen Negroiden, Weißen und Asiaten sind geklärt, Nicht-Negroide spalten sich vor 100.000 Jahren ab. Der Vorfahr der Europäer und Ostasiaten verlässt vor 70.000 Jahren erneut Afrika, erreicht vor 50.000 Jahren Australien und besiedelt vor 35.000 Jahren Nord-Amerika.

    Der hominide Clan lebt Millionen Jahre als Jäger und Sammler und hat als Carnivore das agressive Verhalten von Raubtieren. Ohne dies instinktive Verhalten gäbe es schon Milionen Jahre keine Menschen mehr – für Gutmenschen und Philosophen nicht zu begründen

    Gefällt mir

    1. Der Autor des Buches ist Althistoriker, kein Philosoph und schon gar kein Theologe.
      Was du hier zu Genetik und Epigenetik schreibst ist kruder Stuss, vermanscht mit Sozialdarwinismus.

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.