Apostel Trelle will Vorwürfe sexuellen Missbrauchs weiter aufklären


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Nach dem Missbrauchsvorwurf gegen den früheren Hildesheimer katholischen Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988) hat sich der amtierende Bischof Norbert Trelle am Sonntag in einem Brief an alle Gemeinden seines Bistums gewandt.

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„Die Nachricht über diesen Missbrauch bestürzt mich“, erklärte Trelle darin. Das Bistum wolle seinen Kurs, solche Vorwürfe aufzuklären, aber weiterhin fortsetzen. „Vor fünf Jahren haben wir uns entschieden, bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch mit Transparenz und Klarheit vorzugehen“, schreibt der Bischof. Diesem Grundsatz fühle er sich auch in diesem Fall verpflichtet, in dem sein Vorvorgänger im Amt beschuldigt wird. „Ich halte diesen Weg für den einzig richtigen und verantwortbaren.“ Zum Bistum Hildesheim in der östlichen Hälfte Niedersachsens gehören rund 615.000 katholische Christen.

Das Bistum hatte den Verdacht gegen Janssen am Freitag offengelegt. Der ehemalige Bischof soll sich von 1958 bis 1963 an einem Messdiener vergangen haben, der zu Beginn der Übergriffe zehn Jahre alt war. Das Opfer, heute um die 70 Jahre alt, hatte sich nach Jahrzehnten des Schweigens im April an das Bistum gewandt.

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