Evangelische Kirche kritisiert Europas Flüchtlingspolitik


Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, übt scharf Kritik an der europäischen Zerstrittenheit in der Flüchtlingspolitik. Fremdenfeindliche Demonstrationen sieht er als Nährboden für Gewalt gegen Menschen.

evangelisch.de

Mit Aufrufen zu einer humanen Flüchtlingspolitik und Warnungen vor Fremdenfeindlichkeit hat am Sonntag in Bremen die Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begonnen. Bisher habe sich die Europäische Union als unfähig erwiesen, mit der Flüchtlingssituation angemessen umzugehen, kritisierte der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in seinem Bericht vor dem Kirchenparlament. Wenn sich Europa wirklich auf seine christlichen Wurzeln berufen wolle, müssten alle zur Aufnahme von Menschen in Not bereit sein. „Aber darüber besteht in Europa keine Einigkeit“, sagte der Theologe.

Auch der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms warnte vor einer Abschottung Europas. „Kein Zaun und keine Mauer haben je Sicherheit erzeugt“, sagte Brahms, der als leitender Geistlicher an der Spitze der Bremischen Evangelischen Kirche steht, im Eröffnungsgottesdienst.

weiterlesen