Schwuler Ex-Priester: „Ich gehorchte der Kirchendiktatur“


Der Ex-Monsignore Krzysztof Charamsa (l.) und sein Partner Edouard (r.) bei der Pressekonferenz zu Charamsas Coming-out in Rom Anfang Oktober © Tiziana Fabi/AFP
Der homosexuelle Ex-Monsignore Krzysztof Charamsa über die Jahre in der römischen Glaubenskongregation und seinen mühevollen Weg zum Coming-out.

Von Frank Ochmann|stern.de

Herr Charamsa, schon kurz nach Ihrem öffentlichen Coming-out in Rom, unmittelbar vor der Bischofssynode über die Familie, haben Sie alle vatikanischen Ämter verloren.

Ja. Das habe ich allerdings zuerst von Journalisten erfahren.

Nun hat Ihnen Ihr polnischer Heimatbischof von Pelplin auch die Ausübung des Priesteramtes verboten. Hat Sie die schnelle Bestrafung enttäuscht?

Sicher. Aber in der Katholische Kirche geschieht so etwas automatisch. Ohne eine Möglichkeit, seine Situation zu erklären. Wir haben immer gepredigt, die Kirche sei für die Menschen da. Aber wenn es darauf ankommt, bist du eine Aktennummer.

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