Ölpest: Lösungsmittel schadet doppelt


Ölpest nach der Explosion der Deepwater Horizon im Mai 2010 © NASA
Mehr Schaden als Nutzen: Eigentlich sollte das beim Ölunfall der Deepwater Horizon ausgesprühte Lösungsmittel den Ölabbau im Ozean beschleunigen. Doch es passiert das Gegenteil: Statt die Selbstreinigung des Meeres zu fördern, unterdrückt dieses Lösungsmittel die ölfressenden Bakterien im Wasser, wie Forscher nun in Experimenten belegen. Die Millionen Liter Chemie haben damit nicht nur Korallen und Algen vergiftet, sie haben auch beim Kampf gegen das Öl mehr geschadet als genutzt.

scinexx

Als vor rund fünf Jahren ein Blowout das Bohrloch der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko sprengte, strömten mehr als 750 Millionen Liter Öl und hunderttausende Tonnen Methangas ins Meer. Die Ölpest gilt als eine der größten Umweltkatastrophen der Neuzeit – und wirkt bis heute nach. Denn noch immer sind Strände mit Ölresten und Teerklumpen verunreinigt und drei Viertel des Erdöls sind wahrscheinlich noch immer im Wasser des Golfs verteilt.

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