Grönlands letzter Eisriese wird instabil


Eisberge vor der Küste von Grönland – ihr Kalben beschleunigt sich immer mehr © Maria Stenzel/ UC Irvine
Forscher schlagen Alarm: Einer der größten Gletscher Grönlands wird instabil. Seit 2012 hat der Zachariae Isstrøm im Nordosten der Insel sein Fließtempo verdreifacht und seine Schmelzrate verdoppelt, wie Messungen belegen. Der Gletscher verliert dadurch zurzeit fünf Millionen Tonnen Eis pro Jahr. Setzt sich dies bis zum kompletten Auftauen fort, könnte allein dieser Gletscher 50 Zentimeter zum Meeresspiegelanstieg beitragen, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten.

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Grönlands Eis ist das zweitgrößte Reservoir von Wassereis auf unserem Planeten und spielt daher eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Meeresspiegels. Doch dank des Klimawandels fließt schon jetzt aus Grönlands Gletschern jedes Jahr so viel Schmelzwasser ins Meer wie aus fünf Bodenseen. Das Beunruhigende: Lange galt der Nordosten der Rieseninsel als besonders kalt und daher stabil. Doch 2014 zeigte sich, dass auch diese letzte Bastion gegen den Klimawandel beginnt abzutauen.

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