Jeder vierte Thüringer ist rechtsextrem


Immer mehr Thüringer neigen rechtsextremen und fremdenfeindlichen Einstellungen zu. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige „Thüringen Monitor“ von Wissenschaftlern der Universität Jena.

Von Fabian Köhler|TELEPOLIS

Nach Informationen der Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“, die am Mittwoch vorab aus der Studie berichtete, stufen die Wissenschaftler knapp ein Viertel der Befragten als rechtsextremistisch ein. Nach Jahren rückläufiger Tendenzen, sind fremdenfeindliche Einstellungen in Thüringen wieder gestiegen.

Eine knappe Mehrheit der 1000 Befragten stimmte der Aussage zu, die Bundesrepublik sei in „gefährlichem Maß überfremdet“. 40 Prozent zeigten sich überzeugt, Ausländer kämen nur nach Deutschland, um den Sozialstaat auszunutzen.

Noch deutlicher zeigt sich der Rechtsdrift in Fragen der Flüchtlingspolitik: Eine „großzügige Prüfung“ von Asylanträgen durch den Staat lehnten 70 Prozent der Befragten ab. 55 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Asylsuchende „keine Verfolgung im Heimatland“ zu befürchten hätten. Und 42 Prozent der Thüringer wollen der Studie zufolge keine Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft haben.

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