Niederlande: Gasförderung in Groningen löst Erdbeben aus


Erdgasförderung und Geothermie sorgen zunehmend für Erdbeben. Die Schäden an den Gebäuden sind enorm. Viele Betroffene haben Klage eingereicht Foto: AFP/ap/Getty
Gas aus dem Groningen-Feld ist wichtig für Europa. Die gewaltige Fördermenge hat aber Spuren im Untergrund hinterlassen – und ist zum „Sicherheitsrisiko“ für die 600.000 Einwohner der Region geworden.

Von Dagmar Röhrlich|DIE WELT

„Wir fühlen uns nicht mehr sicher.“ Liefke Munneke weist auf die Risse, die ihr Haus durchziehen. Die Munnekes wohnen in Krewerd, einem Dorf in der Nähe von Groningen im Norden der Niederlande. Es ist eine weite Landschaft, fruchtbar, man ahnt die nahe Nordsee.

Archäologen haben nachgewiesen, dass genau an dieser Stelle seit 2500 Jahren Menschen siedeln. Es war immer ein guter Ort zum Leben – bis zum 16. August 2012. Damals bebte die Erde im nahen Huizingen. Dieses Beben hat den Hof, auf dem die Familie seit Generationen lebt, in seinen Grundfesten erschüttert.

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