Gemetzel in der Bronzezeit


Darstellung der norddeutschen Schlacht im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle an der Saale (Foto: Felix Abraham/imago)
Vor 3250 Jahren kämpften im Tollensetal Tausende Krieger um einen Flussübergang. Archäologen rätseln: Wer waren die ominösen Mächte, die hier aufeinanderprallten?

Von Hans Holzhaider|Süddeutsche.de

Knochen, nichts als Knochen. Auf den zusammengeschobenen Tischen, in den Regalen an den Wänden – Knochen, Knochen, Knochen. Große Oberschenkelknochen, Schienbeine, Rückenwirbel, Rippen, Schulterblätter, Ellen und Speichen, Schlüsselbeine. Und Schädel. Jede Menge Schädel. Sie sind dunkel verfärbt, manche fast schwarz. Das kommt, weil sie mehr als 3000 Jahre lang im Moor lagen.

Schloss Wiligrad am Schweriner See, das Hauptquartier der Archäologieabteilung des Landesamts für Kultur und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist das Reich von Detlef Jantzen, dem Landesarchäologen. Zusammen mit Thomas Terberger (früher Universität Greifswald, jetzt Landesamt für Denkmalpflege in Hannover) leitet er die Forschungen an einem der spannendsten archäologischen Fundorte Europas: dem Tal des Flüsschens Tollense in Vorpommern.

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