Israel kritisiert französische Geheimdienste


Anteilnahme: Bürger legen vor dem Carillon Kaffee in Paris Blumen und Kränze nieder. ©AP
Israelische Terrorfachleute kritisieren die französischen Geheimdienste: Nach dem Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hätten sie nichts dazugelernt.

Von Hans-Christian Rößler|Frankfurter Allgemeine

Israelische Terrorfachleute sind sich nach den Anschlägen in Paris einig. „Die Geheimdienste haben versagt“, sagt Boaz Ganor. Nicht nur für den Direktor des „International Institute for Counterterrorism“ ist das, was am Freitagabend geschah, ein weiterer Beweis dafür, wie wenig die französischen Geheimdienste seit den Attentaten auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und den koscheren Supermarkt in Paris im Januar dazugelernt haben. Nach Ganors Ansicht haben die französischen Sicherheitsbehörden offenbar nicht mitbekommen, dass die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in den vergangenen Monaten ihre Strategie gewechselt hat. Die Chance, rechtzeitig mehr zu wissen, sei ungenutzt geblieben.

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