Nach Terroranschlägen Streit über Flüchtlingspolitik


CSU-Logo Wildbad Kreuth
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Nach den Anschlägen in Paris verlangt die CSU eine Verschärfung der Flüchtlingspolitik. Widerspruch kommt aus der CDU. Der Bundesinnenminister warnt davor, von den Anschlägen einen „Bogen zur Debatte um das Thema Flüchtlinge“ zu schlagen.

evangelisch.de

Nach den Terroranschlägen von Paris verschärft sich der Ton in der deutschen Flüchtlingsdebatte. Der CSU-Politiker Markus Söder sagte: „Paris ändert alles.“ Die Zeit unkontrollierter Zuwanderung und illegaler Einwanderung könne so nicht weitergehen. Auch CSU-Chef Horst Seehofer verlangte: „Wir müssen uns umgehend wieder Klarheit verschaffen, wer in unser Land kommt, wer durch unser Land fährt und wer sich hier aufhält.“ Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) warnte hingegen, von den Anschlägen vorschnell einen „Bogen zur Debatte um das Thema Flüchtlinge“ zu schlagen.

Die stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und Julia Klöckner mahnten ebenfalls zur Besonnenheit. „Die Tat in Paris ausgerechnet mit dem Asylschutz für diese IS-Opfer und der Zuwanderungsdebatte in Verbindung zu bringen, ist unverantwortlich“, sagte Laschet der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Klöckner sagte der „Bild“-Zeitung, Flüchtlinge dürften jetzt nicht pauschal verurteilt werden: „Die Menschen, die zu uns kommen, fliehen gerade vor dem Terror, den wir in Paris gesehen haben.“

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