El Niño kommt mit voller Wucht


In der kenianischen Hauptstadt Nairobi regnet es seit Wochen wie aus Sturzbächen. Bis Weihnachten ist mit weiteren starken Regenfällen zu rechnen. – Foto: Simon Maina/AFP
Wetterchaos von Asien bis Afrika – Dürren und Überflutungen rund um den Pazifik. Der aktuelle El Niño ist einer der stärksten bisher. Und der Höhepunkt ist noch nicht erreicht.

Von Dagmar Dehmer|DER TAGESSPIEGEL

Die Erleichterung über den Starkregen in Kalifornien Mitte Oktober hat nicht lange angehalten. Zwar haben sich viele nach vier Jahren Dürre schon darüber gefreut, dass es endlich einmal wieder schüttete. Doch die knochentrockenen Böden, auf denen vielerorts auch aufgrund dramatischer Buschfeuer nichts mehr wächst, konnten das Wasser nicht aufnehmen. Sturzbachartig wurde die Erde großflächig weggeschwemmt.

Die Wissenschaftsplattform „Phys.org“ zitiert Tim Krantz, einen Professor für Umweltstudien an der Redlands-Universität in Kalifornien mit der Einschätzung, dass die El-Niño-Niederschläge nicht ausreichen würden, um die ausgetrockneten Trinkwasserreservoirs und die Grundwasserreserven wieder aufzufüllen. Dafür brauche es Schneefälle. Und ob es die in einem El-Niño-Jahr geben wird, das stets wärmer ausfällt als Durchschnittsjahre, ist schwer zu sagen. 2015 ist, so viel ist jetzt schon klar, auf dem Weg eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu werden.

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