Was bezweckte der IS mit den Pariser Anschlägen?


Wollte die Terrorgruppe vielleicht Werbung für PEGIDA machen und antimuslimische Stimmung anheizen?

Von Wolfgang Pomrehn|TELEPOLIS

750 Euro kostet ein falscher syrischer Pass, hat kürzlich ein niederländischer Journalist festgestellt. Er hatte mit dem Foto seines Premiers Mark Rutte in Syrien falsche Papiere anfertigen lassen und argumentierte damit, dass potentielle Terroristen sich also auf diesem Wege Passdokumente besorgen und unauffällig nach Europa gelangen könnten.

Allerdings kämpfen in den Reihen des IS mehrere Tausend europäische und nordamerikanische Bürger mit gültigen Ausweisen. Und sicherlich haben die Geheimdienste längst nicht alle von ihnen auf dem Radar, sodass sie weiterhin ungehindert reisen können, wie zum Beispiel der mutmaßliche Attentäter, der im Sommer 2014 im jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen getötet hatte.

Wieso sollte der IS also, fragt ein Kommentar der libanesischen Internetplattform NOW, einen syrischen Flüchtling benutzen, der vermutlich noch über mangelnde Sprachkenntnisse verfügt. Alle bisherigen Anschläge, wie der auf Charlie Hebdo, seien von Europäern verübt worden.

Die Fingerabdrücke eines der Täter mit einem nachweislich falschen syrischem Ausweis deuten allerdings darauf hin – bisher ist, wie berichtet, von Ähnlichkeiten die Rede -, dass dieser tatsächlich auf der ungewöhnlichen und auf dem ersten Blick nicht sehr sinnvollen Route gekommen ist.

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