Berliner Schüler schauen IS-Videos auf dem Handy


Anwerbeversuche der radikal-islamistischen Terrormiliz IS bei Jugendlichen finden zumeist über das Netz statt. Foto: imago/Ralph Peters
Was tun, wenn sich Jugendliche für Islamisten begeistern? Und welchen Stellenwert sollte Religion überhaupt in der Schule haben? Darüber berieten Lehrer am Mittwoch im Roten Rathaus – denn in der Hauptstadt kommt es immer wieder zu Fällen von Radikalisierung.

Von Martin Klesmann|Berliner Zeitung

Ein Gymnasiast kam aus dem Ägypten-Urlaub mit einem Bart zurück und stellte wenig später Videos und Botschaften, die den Islamischen Staat verherrlichten, ins Internet. Das meldeten andere Eltern der Schulleitung, die daraufhin den Schüler zur Rede stellte und externe Berater hinzuzog. Ein anderer Schüler zeigte IS-Propandavideos, gar Köpfungsszenen auf seinem Smartphone herum – und ein weiterer kam eines Tages mit Militärklamotten und einem schwarzen Kopftuch in die Schule.

Das sind Einzelfälle, aber dazu sollte es gar nicht erst kommen. Darüber sprachen am Mittwoch Lehrer, Sozialarbeiter, Polizisten und Jugendamtsmitarbeiter bei der Tagung „Extremistischer Salafismus“ im Roten Rathauses. So groß war der Andrang, dass zunächst aus statischen Gründen gar nicht alle in den Saal im dritten Stock vorgelassen wurden.

weiterlesen