Michel Houellebecq: „Ich klage Hollande an, verteidige die Franzosen“


Jetzt hilft nur noch die direkte Demokratie, sagt Michel Houellebecq. Die französischen Politiker hätten seit Jahren eine unverantwortliche Außenpolitik gemacht, kritisiert der französische Schriftsteller im „Corriere della Sera“ Foto: AFP
Michel Houellebecq geht im „Corriere della Sera“ hart mit der französischen Außenpolitik ins Gericht. „Seit Jahren haben die Regierungen versagt. Jetzt hilft nur noch die direkte Demokratie.“

Von Marc Reichwein|DIE WELT

In seinem Gastbeitrag für den italienischen „Corriere della Sera“ geht der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hart mit den politischen Verantwortungsträgern und der repräsentativen Demokratie ins Gericht. „Ich beschuldige Hollande und verteidige die Franzosen“, betitelt der „Corriere“ Houellebecqs Artikel.

Houellebecq beginnt seinen Beitrag mit einem persönlichen Bekenntnis zur Medien-Enthaltsamkeit: „Nach dem 7. Januar und dem Attentat auf ‚Charlie Hebdo‘ hing ich zwei Tage vor dem Fernseher. Nach den Attentaten vom 13. November habe ich den Fernseher nicht mal mehr eingeschaltet. Ich habe mich darauf beschränkt, Freunde und Bekannte anzurufen. So gewöhnt man sich, selbst an Attentate.“

weiterlesen