Parteitag der Grünen: Warum eine kritischere Haltung zum Islam den Grünen gut tut


Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, spricht beim Bundesparteitag in Halle. (Foto: dpa)
Özdemir macht Islamismus als Ursache für den Terror aus und will nicht mehr hören, der Islam habe damit nichts zu tun. Recht hat er.

Von Thorsten Denkler|Süddeutsche.de

Vielleicht war das die wichtigste Rede dieses Grünen-Bundesparteitages in Halle. Diese Rede von Cem Özdemir am Freitagabend. Er hat stehenden Applaus bekommen danach. Das war noch nicht so oft der Fall.

Özdemir Leistung: Er hat die Grünen mit dieser einen Rede auf einen neuen Weg im Umgang mit dem Islam geführt. Weg vom diesem verdrucksten „Was kann denn der Islam dafür?“-Gedusel. Es liegt doch nicht an der Religion, wenn irgendwelche Idioten in Paris 130 Menschen erschießen, heißt es dann. Oder wenn eine Maschine mit russischen Urlaubern vom Himmel geholt wird. Oder wenn in Beirut Dutzende von Menschen einer Bombe zum Opfer fallen. Oder die Schlächter des IS ihren Opfern Hände, Brüste und Köpfe abhacken.

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