Terrormiliz IS setzt auf Waffen „made in Austria“


screenshots Ein Hamas-Sniper mit einem Steyr-ähnlichen Scharfschützengewehr
Besonders zwei Entscheidungen der Bundesregierung stellen Effektivität der Kontrollmechanismen infrage

Von Fabian Schmid|derStandard.at

Das wackelige Handyvideo soll einen „Sklavenmarkt“ im Gebiet der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zeigen. Gehandelt wird mit entführten Jesidinnen und Waffen. Für eine Sexsklavin sei er bereit, seine Glock-Pistole einzutauschen, bietet ein Terrorist seinen Mitstreitern an. Das Video zeigt nicht nur die menschenverachtende Denkweise des IS, sondern auch die Popularität der österreichischen Glock-Pistolen. Veröffentlicht wurde der Clip von kurdischen Kämpfern, die das Smartphone eines getöteten IS-Terroristen fanden. Internationale Medien wie die New York Times erachten das Video als authentisch.

Glock, Steyr-Mannlicher und Hirtenberger

Doch Glock-Pistolen sind nicht die einzigen Waffen mit Österreich-Bezug, die beim IS und anderen Terrorgruppen beliebt sind. Auch Gewehre von Steyr-Mannlicher oder Hirtenberger-Granaten sind neben internationalen Dauerbrennern wie der russischen Kalaschnikow in der Ausrüstung der Gotteskrieger zu finden. Das berichtet Nic Jenzen-Jones von Armament Research Services (Ares) dem STANDARD. Ares ist ein privater Nachrichtendienst, der mit Kriegsreportern, Hilfsorganisationen und lokalen Quellen zusammenarbeitet, um Informationen zur Ausrüstung von Konfliktparteien zusammenzutragen.

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