Dschihadisten: Wirtschaftsminister macht falsches Elitedenken mitverantwortlich


Versammlung in Caen, nach dem Anschlag in Paris. Foto: Benoit-caen/CC BY-SA 4.0
Der französische Minister Emmanuel Macron sieht in einer Gesellschaft, deren Wirtschaft Mobilität gestoppt hat, einen Nährboden für Abspaltungen und Totalitarismus.

Von Thomas Pany|TELEPOLIS

„Zumachen und Schützen“ lautet die Parole nach den Anschlägen in Paris die Parole mit der größten Resonanz in Europa. Die Gefahr weiterer Terroranschläge bestimmt die nächstliegenden Reaktionen der Staaten. In Brüssel wurde das öffentliche Leben am Wochenende stillgelegt.

Die Terrorwarnstufe wurde auf die höchste Stufe gesetzt. Ministerpräsident Charles Michel erklärte, man habe Informationen erhalten, dass das Risiko eines Anschlages ähnlich wie in Paris bestehe, „möglicherweise mehrere Attentate an mehreren Orten durch mehrere Individuen“.

„Seid vorsichtig, geratet aber nicht in Panik“

Die Bedrohung ist abstrakt gehalten, Konkretes wird nicht an die Öffentlichkeit gegeben, aus den bekannten Gründen, durch die Anschläge am 13. November kann sie mit dem höchsten Ernsthaftigkeitsfaktor rechnen – der ab Montag aber mit einem anderen seriösen Gewicht zu tun hat: Das normale Leben in Brüssel, das auch Hauptstadt der EU ist, soll weitergehen. „Wir werden Brüssel ökonomisch nicht lahmlegen“, sagte der belgische Justizminister. Heute Nachmittag soll entschieden werden, ob die U-Bahn wieder fahren darf und welche Alarmstufe ab Wochen- und Geschäftsbeginn der Situation angemessen ist.

„Seid vorsichtig, geratet aber nicht in Panik“, appellierte der belgische Ministerpräsident Michel an seine Landsleute.

(Ergänzung: Die höchste Terroralarmstufe wird beibehalten, teilte Charles Michel heute Nachmittag mit. Am Montag wird keine U-Bahn fahren, Schulen und andere Einrichtungen bleiben geschlossen. Die Gefahr eines Anschläges ähnlich wie in Paris bestehe weiter.)

weiterlesen