Forscher konstruieren „Cyborg“-Rose


Diese Rose trägt einen elektronischen Polymer-Leiter im Stiel und ein Display in den Blättern. © Linköping University
Forscher haben erstmals eine lebende Pflanze elektrisch „aufgerüstet“: Sie schleusten ein elektrisch leitendes Polymer in die Gewebe einer Rose ein und erzeugten so funktionierende Elektronik-Bauteile. Ihr Stängel wurde so zum Bio-Transistor und ihr Blatt zum elektronisch schaltbaren Display. Der Sinn dahinter: Ein solcher „Pflanzen- Cyborg“ macht es möglich, subtile Prozesse im Inneren der Pflanze zu „belauschen“, könnte aber auch Energie aus der Fotosynthese abzapfen, wie die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

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Pflanzen sind höchst ausgeklügelte und komplexe Systeme: Über ein ganzes Orchester aus chemischen, biologischen und elektrischen Signalen steuern sie nicht nur ihr eigenes Wohlergehen und Wachstum, sie reagieren auch auf Umweltreize, kommunizieren mit Nachbarn und Helfern oder wehren Feinde ab. Das Problem dabei: Diesen subtilen Signalen auf die Spurt zu kommen, ist auch für Biologen nicht leicht – man „steckt ja nicht drin“, wie es so schön heißt.

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