Gerechtigkeitssinn bei Kindern hängt von der Kultur ab


„Mehr für mich“ oder „gleich viel für alle“? Kinder verschiedener Kulturen reagieren unterschiedlich auf ungerechte Verteilung. © FreeImages.com / D. Sharon Pruitt
Gleich viele Süßigkeiten für alle? Alle Kinder pochen vor allem dann auf Gerechtigkeit, wenn sie selbst benachteiligt werden. Nur in wenigen Kulturen lehnen sie dagegen ungerechte Verteilungen ab, die ihnen selbst einen Vorteil bringen, wie Psychologen herausgefunden haben. Ein Sinn für Gerechtigkeit existiert demnach in allen Kulturen – er entwickelt sich aber in unterschiedlichem Alter und auf unterschiedliche Weise, beschreiben die Forscher im Journal „Nature“.

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Niemand lässt sich gern ungerecht behandeln: In Kulturen auf der ganzen Welt existiert ein Sinn für gerechtes Teilen. Kleinkinder bemerken bereits mit 15 Monaten, wenn Belohnungen ungleich verteilt werden. Studien haben schon bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren gezeigt, dass sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben und sich auch für die Opfer von Ungerechtigkeiten einsetzen.

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