Tiefsee-Bergbau: Folgen bleiben 25 Jahre nachweisbar


Lebensraum in der Tiefsee: Manganknolle mit Bewuchs im Greifarm des Tauchroboters ROV KIEL 6000. © ROV-Team, GEOMAR
Welche Folgen hätte der Rohstoff-Abbau in der Tiefsee? Und wie schnell erholen sich betroffene Regionen davon? Europäische Wissenschaftler haben diese Fragen in mehreren Forschungsexpeditionen untersucht. Das Ergebnis: Das Umpflügen des Meeresbodens verändert das Tiefsee-Ökosystem von Korallen bis hin zu Mikroorganismen – und dies ist noch gut 25 Jahre später nachweisbar. Aufgewirbelte Schlammwolken könnten auch über die Abbaugebiete hinaus Meerestiere beeinträchtigen.

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Die Tiefsee bietet überraschend große Rohstoffvorkommen: Am Grund von Pazifik und Atlantik finden sich metallreiche Manganknollen, und auch in den Sulfid-Ablagerungen von hydrothermalen Schloten liegen Metallerze, die andernorts selten sind oder knapp werden. Der Abbau dieser Rohstoffe aus der Tiefsee ist daher verlockend, aber auch umstritten: Obwohl die Tiefsee für uns so entlegen ist, ist sie ein wichtiger Teil der globalen Stoffkreisläufe und ein empfindliches Ökosystem mit einzigartiger Artenvielfalt. Der Rohstoffabbau könnte katastrophale Folgen haben.

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