Evolutionsdebatte: Es ist nicht schlimm, ein Trockennasenprimat zu sein


Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Heute vor 41 Jahren wurde in Äthiopien das berühmte Skelett von „Lucy“ gefunden – unserer Urgroßcousine. Prompt liest man wieder über „Vorfahren“ und unsere „Abstammung vom Affen“. Das zeigt: Noch immer wird Darwins Evolutionstheorie falsch verstanden.

Von Frank Patalong|SpON

Der 24. November ist gleich in zweierlei Hinsicht eine Art Jahrestag. 1974 fand an diesem Tag Donald Johanson im äthiopischen Hadar einen Haufen kleiner Knochen. 47 davon setzte er zum Teilskelett einer einst rund einen Meter großen Australopithecus-Frau zusammen, die er „Lucy“ taufte. Anfang 2015 nahm man einen davon wieder heraus, weil er sich als Pavian-Fragment entpuppte. So etwas kann passieren, die ähneln sich halt sehr.

Google hat „41 Jahre Lucy“ heute zum Anlass genommen, dieser berühmtesten Vertreterin der Australopithecinen ein „Doodle“ zu gönnen. Der Suchmaschinist lieferte damit die Steilvorlage für zahlreiche Artikel, in denen „Lucy“ einmal mehr als „Vorfahrin“, „Affen-Dame“ oder „Affenmensch“ gefeiert wird. Der Mensch wird da gern als „Nachfahre“ des Affen thematisiert und „Lucy“ als Missing Link zwischen beiden.

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