Hochschule erteilt kreationistischen Missionar Hausverbot


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Die Hochschule Hannover hat einem Referenten des Deutschen Christlichen Techniker-Bundes (DCTB), dem Bauingenieur Winfried Borlinghaus (Korntal bei Stuttgart), einen Tag vor seinem Vortrag Hausverbot erteilt.

idea.de

Wie Borlinghaus der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, war als Hauptgrund angeführt worden, dass er der Evolutionstheorie keinen Alleinerklärungsanspruch einräume, sondern sie teilweise infrage stelle. Zum Hintergrund: Der von christlichen Studenten geführte Arbeitskreis „Wissenschaft und Weltanschauung“, der an Universitäten und Hochschulen Hannovers tätig ist, hatte Borlinghaus gebeten, einen Vortrag zum Thema „Bionik – wie intelligent ist die Natur?“ zu halten. Der Arbeitskreis buchte auch den Raum und bekam am 3. September eine Bestätigung der Reservierung. Am 27. Oktober erhielt Borlinghaus eine E-Mail des Dekans der Fakultät II (Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik), Prof. Matthias Segner. Er forderte Borlinghaus auf, den Vortrag am 28. Oktober nicht zu halten und vom Besuch der Hochschule abzusehen. Erstens habe sich ein Student beschwert, dass der DCTB christliche Missionierung an Hochschulen betreibe, zweitens sei dem Arbeitskreis bei der Buchung des Raums ein Formfehler unterlaufen und drittens stelle Borlinghaus Evolutionstheorie und Selbstorganisation in Frage. Er vertrete die Meinung, dass „ernsthafte Christen“ die Evolutionstheorie nur in eingeschränkter Form akzeptieren könnten. Damit würde er laut Segner den Glauben vieler Christen herabwürdigen, die die Evolutionstheorie voll akzeptierten. Borlinghaus sagte, dass er das Vorgehen, das aus seiner Sicht einer Zensur nahekomme, nicht nachvollziehen könne: „Wir hätten gerne nach dem Vortrag diskutieren und unsere Argumente austauschen können.“

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