Vatileaks-Inquisition hat begonnen


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Zu Beginn des Prozesses um die Veröffentlichung vertraulicher Vatikan-Dokumente hat der Vorsitzende Richter im Vatikan am Dienstag die Anträge auf Einstellung des Verfahrens zurückgewiesen.

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Die Verteidigung des angeklagten Journalisten Emiliano Fittipaldi hatte angeführt, die Anklage sei unverständlich und enthalte keine Beschreibung der Tat. Daher sei es unmöglich, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Vor dem Vatikangericht müssen sich Journalisten gegen den Vorwurf verteidigen, sich auf illegale Weise vertrauliche Dokumente beschafft zu haben, die sie in ihren Büchern über Verschwendung und Privilegien im Vatikan ausführlich zitieren. Ein Prälat, sein Mitarbeiter und eine PR-Beraterin stehen zudem im Verdacht, ihnen das Material für die vor wenigen Wochen veröffentlichten Enthüllungsbücher zugespielt zu haben.

„Wir haben noch immer nicht begriffen, was man uns vorwirft“, sagte Gianluigi Nuzzi, der Autor des auch auf Deutsch veröffentlichten Buchs „Alles muss ans Licht. Das geheime Dossier über den Kreuzweg des Papstes“. Er und sein Kollege Emiliano Fittipaldi, der das Buch „Avarizia“ (Geiz) schrieb, hätten ihre Arbeit getan und würden dies auch weiter tun. „Das einzige, was wir getan haben, ist Nachrichten zu veröffentlichen.“

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